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Aussehen - Haltung - Charakter
Der Wolfsspitz ist ein außergewöhnlich
aussehender Hund.
Er ist ein mittelgroßer,
kompakter und robuster Hund mit 43 bis 55 cm Schulterhöhe
und sollte
quadratisch wirken.
Er ist damit der größte Vertreter der Deutschen Spitze.
Die
Hündinnen sollten
etwas kleiner sein, als der Rüde.
Sein üppiges, teddyhaftes Fell
ist von grauer Wolkung, d.h. silbergrau
mit schwarzen Haarspitzen.
Er hat reichlich
Unterwolle. Das Fell ist sehr pflegeleicht, es muß nicht
getrimmt werden. Es ist
wasserabweisend, geruchlos und verfilzt nicht. Ein wöchentliches
intensives
Bürsten reicht völlig aus.
Nur während des Haarwechsels im Frühjahr und Herbst
ist ein öfteres
Bürsten
nötig. Bei den Junghunden ist die Fellpflege in den ersten
Monaten intensiver zu betreiben. Um den Hals
bildet sich ein Fellkragen, der
aussieht
wie die Mähne eines Löwen, bei den Rüden mehr, wie bei den
Hündinnen.
Der Wolfsspitz hat kleine, hochangesetzte Stehohren und dunkle, mandelförmige
Augen.
Charakteristisch ist die
Ringelrute, sie ist reichlich behaart und wird festliegend auf
dem
Rücken
getragen. Die Pfoten sollten klein und
rund sein, wie bei einer Katze,
daher auch der
Name „Katzenpfoten“. Überstehende
Fransen werden abgeschnitten.
Ist der Hund beim Spaziergang mal schmutzig geworden, rubbelt man ihn einfach
mit
dem
Handtuch trocken und
bürstet den Rest einfach raus. Aber da sie von Natur aus
sauber sind,
machen die
Hunde um jede Pfütze einen
Bogen und putzen sich die Pfoten
wie eine Katze.
Er kann sehr gut in der Wohnung
gehalten werden, da sich das
Haaren
in Grenzen hält.
Die gelöste Unterwolle liegt lose auf dem Teppich und
kann einfach
entfernt werden.
Er hat keine Neigung zum Wildern oder Streunen, denn er ist ein
wachsamer
Familienhund,
der sogar Katzen,
Vögel und andere Tiere in seinem Rudel
duldet und beschützt.
Auch mit Joggern
oder Radfahrern hat er kein
Problem, er
beachtet sie erst gar nicht und
lässt sie an sich vorbei ziehen. Er
ist aber keineswegs
ein Schutzhund,
ebenso wenig ist er ein Kläffer, er wird nie grundlos bellen.
Der Wolfsspitz ist
leicht erziehbar,
sehr gelehrig,
lernt schnell und ist sehr
anpassungsfähig.
Mit viel Liebe und Geduld schafft man sich
einen intelligenten Begleiter.
Die
Hunde sind sehr freundlich und einige können sogar lachen. Jeder wird von
ihm freundlich
begrüßt.
Auch deshalb
ist er sehr kinderlieb. Die
Kinder können durchaus mit einem gut
erzogenem Hund spazieren
gehen. Der
Wolfsspitz
gehört zu den Nordischen Rassen und
liebt deshalb die Kälte
mehr als die Sonne,
aber er liegt auch gerne im
Hochsommer in
einem schattigen
Eckchen. Er liebt den Hundeplatz und den
Breitensport, hier darf er
zeigen,
was in ihm steckt. Er besteht mit Leichtigkeit die Begleithundeprüfung.
Der Wolfsspitz hat keinen großen
Bewegungsdrang und ist auch mit kleineren
Spaziergängen zufrieden.
Doch auch für größere Wanderungen
ist er zu haben.
Der Wolfsspitz wird zwar für Senioren empfohlen,
doch
sollte es dann ein bereits
ausgewachsener
und gut erzogener Hund sein. Welpen
wären ungeeignet.
Bei guter Pflege und Ernährung kann der Wolfsspitz
sehr alt werden, nicht selten
über 15 Jahre.
Den Tierarzt sehen die meisten
nur 1x im Jahr zum impfen. Wer sich
für einen
solchen Hund entscheidet,
bekommt ein anpassungsfähiges, aufgewecktes,
ausgeglichenes und vor allem
ein gesundes Familienmitglied.
Der anhängliche Wolfsspitz ist ein treuer
Begleiter. Er ist zufrieden, wenn alle
Familienmitglieder
zu Hause sind. Der Wolfsspitz fühlt sich am Wohlsten, wenn er
bei allem, was sein "Rudel" macht,
dabei sein darf,
vor allem beim Urlaub. Für
den
Zwinger ist dieser Hund absolut nicht, denn er liebt es,
frei im Haus und
Garten herumzulaufen.
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Der Wolfsspitz zählt zu einer der ältesten Rassen
der Welt.
Früher war er als Torfspitz bekannt, weil man bei Ausgrabungen in den
Pfahlbauten
5000 Jahre
alte Knochenreste von Haushunden gefunden hat, die dem heutigen Spitz
sehr nahe
kommen. Für alle Schichten der Bevölkerung war der Spitz ein Haus- und
Gutsbewacher, da
er nicht herumstreunt
und nicht wildert. Schon früher begleitete
er Kaufmannszüge und Planwagen und
war ein zuverlässiger
Wächter der Ladungen
auf Schiffskähnen. Er war für alle
unentbehrlich, ob als Begleiter oder als
Spielgefährte für die Kinder.
Der Wolfsspitz war nie ein Modehund. Im 19. Jahrhundert waren sie immer noch
die unentbehrlichen
Begleiter,
aber die Entwicklung der Rassehundezucht ging an
ihnen vorbei. Erst 1899 wurde
der
Verein für Deutsche Spitze gegründet. Ab
1932 ging es mit der Zucht bergauf. Mitlerweile werden
bis zu 200 Welpen
pro Jahr ins Zuchtbuch eingetragen. Der Name Keeshond stammt aus den
Niederlanden und hatte sich außerhalb
Mitteleuropas durchgesetzt.
Seit den 20er Jahren gab es Wolfsspitze unter dem Namen Keeshond auch in
England, Amerika,
Skandinavien und vielen anderen Ländern. Erst 1997 hat der
Verein für Deutsche Spitze die Anpassung
des Standards erreicht. Damit war
der Keeshond keine eigenständige Rasse mehr und gab den Züchtern
die Möglichkeit,
Linien aus dem Ausland in die deutschen Blutlinien einzukreuzen.
Daraus entsteht ein immer besseres Erscheinungsbild des Deutschen Spitzes.